Zusammenarbeit & Honorar
Jedes Buch ist anders. Jeder Mensch auch.
Manchmal erinnert ein Manuskript mich an einen Rohdiamanten.
Auf den ersten Blick ist vielleicht noch gar nicht zu erkennen, was in ihm steckt. Doch der Wert ist längst da. Es braucht keinen anderen Stein. Es braucht den richtigen Schliff, damit sichtbar werden kann, was in ihm angelegt ist. So sehe ich auch Bücher und Geschichten.
Wenn du mit deinem Manuskript zu mir kommst, will ich daraus kein anderes Buch machen. Ich möchte erkennen, was bereits darin steckt. Was trägt. Was noch verborgen ist. Was wir entwickeln können. Und was wir unbedingt bewahren sollten.
Denn am Ende unserer Zusammenarbeit soll es nicht mein Buch geworden sein. Es soll noch immer deines sein.
Meine Art des Lektorats
Lektorat kann vieles bedeuten. Jeder Lektor arbeitet anders. Und jeder Autor sucht etwas anderes.
Ich arbeite sehr persönlich. Wenn ich dein Manuskript lese, achte ich natürlich auf Sprache, Struktur, Dramaturgie und Verständlichkeit. Aber ich höre auch zwischen die Zeilen. Ich suche nach deiner Stimme, nach dem Kern deiner Geschichte und manchmal entdecke ich Dinge, die du selbst noch gar nicht bewusst hineingeschrieben hast.
Wenn ich dabei auf eine Stelle stoße, die für mich noch nicht funktioniert, werde ich dich mit dieser Feststellung nicht alleinlassen.
Ich könnte an den Rand schreiben: »Dramaturgisch falsch!« oder »Satzbau überprüfen!« Damit wüsstest du, wo ich ein Problem sehe. Bei meiner Art zu arbeiten gehe ich einen Schritt weiter. Ich mache dir einen konkreten Vorschlag.
Das kann eine andere Formulierung sein, eine Möglichkeit für den Aufbau einer Szene oder ein Gedanke dazu, wie etwas klarer, stärker oder stimmiger werden könnte.
Aber mein Vorschlag ist und bleibt ein Vorschlag. Du kannst ihn übernehmen. Du kannst ihn verändern. Du kannst ihn verwerfen. Manchmal bringt er dich auf eine eigene Idee, die viel besser ist als meine. Dann hat mein Vorschlag genau das getan, was er sollte.
Entscheidend ist für mich nicht, von wem die Formulierung am Ende stammt. Entscheidend ist, dass sie zu dir, zu deiner Geschichte und zu deinem Buch passt.
Dein Manuskript bleibt nicht bei mir liegen
Wenn du mir dein Manuskript anvertraust, gibst du es nicht einfach ab und bekommst irgendwann eine fertig bearbeitete Datei zurück. Wir werden gemeinsam daran arbeiten.
Du wirst deinen Text während dieser Zeit selbst noch oft lesen. Du wirst meine Vorschläge prüfen, manches sofort übernehmen und bei anderem vielleicht denken: Nein, Jörg. So ganz bestimmt nicht. Auch das gehört dazu.
Dann reden wir darüber. Vielleicht kann mein Gedanke dich überzeugen. Vielleicht überzeugst du mich. Vielleicht finden wir gemeinsam eine dritte Lösung, an die vorher keiner von uns gedacht hat.
Manches verändern wir. Manches schärfen wir. Und anderes lassen wir ganz bewusst so stehen, wie es von Anfang an war. Wir feilen so lange daran, bis wir beide zufrieden sind.
Das ist nach meiner Erfahrung oft weniger aufwendig, als es zunächst klingt. Denn wenn zwei Menschen wirklich mit Herzblut an derselben Geschichte arbeiten, kann erstaunlich schnell etwas entstehen, das sich plötzlich richtig anfühlt.
Und irgendwann lesen wir eine Stelle und wissen beide: So darf es bleiben.
Wir müssen miteinander in Resonanz gehen
Ich glaube nicht daran, dass jeder Autor zu jedem Lektor oder Mentor passen muss. Warum auch?
Jeder Mensch arbeitet anders. Jeder nimmt Sprache anders wahr. Jeder bringt seine Erfahrungen, seine Haltung und seine Art mit, auf Geschichten zu sehen.
Meine Art zu arbeiten wird manche Menschen ansprechen und andere nicht. Das ist vollkommen in Ordnung.
Wenn wir gemeinsam an deinem Buch arbeiten, werden wir viel miteinander sprechen. Du vertraust mir deine Geschichte, deine Gedanken und vielleicht Dinge an, die sehr persönlich sind. Ich werde dir Fragen stellen, dir manchmal widersprechen und gelegentlich genauer hinsehen, als dir im ersten Moment lieb ist.
Dafür brauchen wir Vertrauen. Und Sympathie.
Du solltest nach unserem Kennenlernen das Gefühl haben: Ja, diesem Menschen möchte ich mein Buch anvertrauen. Und auch für mich muss es sich richtig anfühlen.
Keine Sympathie – keine Zusammenarbeit.
Nicht als Ausschluss. Sondern weil eine gute Zusammenarbeit dort beginnt, wo Menschen miteinander in Resonanz gehen.
Warum du bei mir keine Preisliste findest
So individuell wie die Menschen und Geschichten sind auch meine Honorare. Zwei Manuskripte können dieselbe Seitenzahl haben und trotzdem vollkommen unterschiedliche Arbeit brauchen. Das eine benötigt vielleicht nur einen behutsamen sprachlichen Schliff. Beim anderen arbeiten wir zusätzlich an Struktur, Dramaturgie oder Stimme.
Eine Lebensgeschichte entsteht anders als ein Roman. Eine Unternehmensgeschichte verlangt etwas anderes als ein Sachbuch. Und ein Manuskript, das mich nahezu fertig erreicht, braucht eine andere Begleitung als eine Buchidee, die wir gemeinsam von ihren ersten Seiten an entwickeln.
Deshalb gibt es bei mir keine Tabelle, in der du nachschauen kannst, was dein Buch kosten wird.
Ich möchte zuerst wissen, worum es geht. Dann schaue ich mir dein Projekt an, wir sprechen miteinander, sodass ich einschätzen kann, was es braucht und was du brauchst. Anschließend erhältst du ein Angebot, das zu deinem Vorhaben und zum tatsächlichen Umfang meiner Arbeit passt.
Wo eine Leistung klar umrissen und für jeden vergleichbar ist, kann es natürlich einen festen Preis geben. Mein persönlicher Blick auf dein Buchpotenzial ist ein solches Angebot.
Bevor ein vereinbarter Arbeitsabschnitt beginnt, weißt du, was meine Arbeit dafür kosten wird.
Lektorat, Buchsatz und Cover – einzeln oder gemeinsam
Vielleicht brauchst du nur ein Lektorat. Oder du möchtest, dass ich aus deinem fertigen Manuskript die Innenseiten deines Buches gestalte – den sogenannten Buchsatz. Vielleicht brauchst du auch nur ein Cover. Dann kannst du genau diese Leistung bei mir buchen.
Vielleicht möchtest du aber, dass ich dein Buch nach dem Lektorat auch setze und sein Cover gestalte. Dann können wir Lektorat, Buchsatz und Covergestaltung von Anfang an als gemeinsames Buchpaket vereinbaren. Das hat einen Vorteil, der weit über das Honorar hinausgeht.
Wenn ich dein Buch lektoriert habe, kenne ich seine Geschichte. Ich kenne seinen Ton. Ich weiß, welche Stellen dir besonders wichtig sind und was wir auf dem gemeinsamen Weg herausgefunden haben.
Bei der Gestaltung der Buchseiten und des Covers beginnen wir deshalb nicht wieder bei null. Text, Satz und Gestaltung können so miteinander wachsen und am Ende ein Buch ergeben, dessen Teile zusammengehören.
Wenn du dich also von Anfang an für das Buchpaket entscheidest, ist der Gesamtpreis günstiger als die Summe der einzeln gebuchten Leistungen. Bezahlen musst du trotzdem nicht alles auf einmal.
Wir arbeiten abschnittsweise, gern auch zeitlich. Und genauso rechnen wir ab.
Meine Arbeit rechne ich grundsätzlich im Voraus ab. Bei einem Paket-Projekt gilt die Vorkasse immer nur für den jeweils vereinbarten Arbeitsabschnitt.
Empfehlungen sind für mich Vertrauenssache
Viele Menschen finden durch eine persönliche Empfehlung zu mir. Das bedeutet mir viel. Denn wer einem anderen Menschen sagt: »Sprich doch einmal mit Jörg«, empfiehlt nicht einfach irgendeine Dienstleistung. Er schenkt mir einen Vertrauensvorschuss.
Wenn aus deiner Empfehlung eine Zusammenarbeit entsteht, merke ich mir deshalb sehr genau, wem ich sie verdanke. Und wenn wir später wieder gemeinsam an einem Projekt arbeiten, wird sich mein Dank auch in meinem Honorar zeigen.
Dafür gibt es bei mir keinen Empfehlungscode, kein Punktesystem und keine Provision. Nur ein persönliches Dankeschön.
Was Menschen über unsere Zusammenarbeit erzählen
Was kostet dein Projekt?
Das kann ich dir sagen, sobald ich weiß, worüber wir reden.
Erzähl mir von deinem Buch oder deiner Geschichte. Zeig mir, was bereits da ist. Und sag mir, wo du gerade stehst und wobei du dir Begleitung wünschst. Dann sehen wir uns alles gemeinsam an.
Vielleicht brauchst du weniger, als du im Moment denkst. Vielleicht entdecken wir etwas, das bisher noch gar nicht auf deiner Rechnung stand. Beides darf sein.
Danach weißt du, welchen Weg ich für sinnvoll halte und mit welchem Honorar du rechnen kannst.
Denn auch beim Geld gilt für mich dasselbe wie bei der Arbeit an deinem Buch: Wir sollten beide wissen, woran wir sind.
Vielleicht liegt der Rohdiamant längst vor dir
Vielleicht braucht dein Buch keinen vollkommen neuen Anfang. Vielleicht ist vieles längst da.
Die Geschichte. Deine Stimme. Die Idee. Ein paar besondere Sätze. Vielleicht sogar jene eine Szene, um die herum irgendwann das ganze Buch entstanden ist.
Dann müssen wir daraus nichts anderes machen. Wir müssen genau hinsehen. Und vielleicht müssen wir an der einen oder anderen Stelle ein wenig schleifen, bis das sichtbar wird, was die ganze Zeit darin gesteckt hat.
Lass uns miteinander sprechen
Wenn du glaubst, dass meine Art zu arbeiten zu dir und deiner Geschichte passen könnte, lass uns einander kennenlernen. Dann werden wir beide ziemlich schnell merken, ob wir miteinander in Resonanz gehen.